Das toskanische Olivenöl
Kastanien, Buchen, Pinien und Zypressen gehören zu den weitverbreitesten Baumsorten in der Toskana, doch keine ist in so großer Zahl vorhanden wie der Olivenbaum. Schon in der Antike war man sich der immensen Bedeutung dieser Bäume bewusst, der Olivenbaum gehörte schon seit Anbeginn unserer Zeitrechnung zu einer bekannten Kulturpflanzen und eine absichtliche Zerstörung wurde sogar hart bestraft, was vor allem auf den extrem langsamen Wachstum der Olivenbäume zurückzuschreiben ist.
Dem Olivenöl wird mit einem Anteil von 80% an einfach-ungesättigten Fettsäuren und 12% an mehrfach-ungesättigten Fettsäuren eine heilsame und gesundheitsfördernde Wirkung zugesagt und ist in verschiedenen Farben erhältlich, von Gelb und Grün, über dunkles Grün, Goldgelb und Rotgold. Die Farbe ist jedoch kein Hinweis auf die Qualität, sondern auf die Olivenart, die verwendet wurde. Die Frucht des Olivenbaumes wird nicht nur zur Herstellung von Olivenöl, sondern auch für Kosmetikprodukte, Körperpflege, Wundbehandlung und als Lampenöl verwendet.
Unter den Olivenölen gibt es selbstverständlich auch Qualitätsunterschiede, welche auf der einen Seite von den verschiedenen Herstellungsverfahren abhängig sind, und andererseits von der Pflanze selbst. Zu den bekanntesten und gängigsten Olivensorten gehören die Cultivar il Frantoio, il l’Olivastro Seggianese, il Moraiolo und il Leccino. Besonders auf Aussehen, Geruch und Geschmack wird geachtet, sie sind auch die 3 ausschlaggebenden Kriterien zur Qualitätsbestimmung. Wichtig ist auch, dass die Oliven nach der Ernte schnell weiterverarbeitet werden, idealerweise innerhalb von 48 bis 72 Stunden.
Die höchste Qualitätsstufe unter den Olivenölen trägt die Bezeichnung „Olio D’Oliva Extravergine“ („Natives Olivenöl Extra“). Bei diesem kalt-gepressten Olivenöl verzichtet man bei der Herstellung auf eine Raffinierung durch Erhitzung, dadurch bleiben auch die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.