Geschichte der Toskana


Wenn man die Ursprünge der Toskana erforschen will, muss man sich auf eine lange Reise in die Vergangenheit begeben. Archäologische Funde belegen, dass bereits 1000 v. Chr. das heutige Gebiet der Toskana von den Etruskern besiedelt wurde, jedoch tauchte der Name „Etrurien“ erst im 4. Jahrhundert v. Chr. erstmals offiziell auf. Die Etrusker waren ein Volk von tüchtigen Kaufleuten und Handwerkern, die sich eine blühende Kultur aufbauten. Im 4. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Römern unter Kaiser Augustus erobert und im Jahr 351 v. Chr. an das Römische Reich angeschlossen. Der Name „Toskana“ wurde von den damaligen Bewohnern der Toskana abgeleitet, den „Tuszien“ oder „Tuscia“.

Nach dem Fall des Römischen Reiches geriet die Toskana in verschiedene Machtbereiche, wie in die von Byzanz, der Ostgoten, Westgoten und die der griechischen Herrscher. Karl der Große beendete dieses Wechselspiel und eroberte die Toskana und unterstellte es einem fränkischen Herzog. Im 12. und 13. Jahrhundert begann in den Städten die Textilproduktion immer mehr an Bedeutung, die Städte Florenz, Siena als Finanzzentrum und die Seerepublik Pisa erlebten einen Aufschwung. In den nachfolgenden Jahrhunderten spielte vor allem der Aufstieg und Fall der Medici für die Geschichte der Toskana eine entscheidende Rolle. Auch in den nachfolgenden Jahrhunderten gelang es der Toskana nicht, als dauerhaftes und eigenständiges Königreich zu bestehen und geriet immer wieder in die Herrschaft anderer. Im Jahr 1861 wurde die Toskana schließlich in das Königreich Italien gegliedert, so wie es die Mehrheit der Bevölkerung ein Jahr zuvor in einer Volksabstimmung gewünscht hat.