Religion in der Toskana
Wie im restlichen Italien spielt auch in der Toskana die Religion eine wichtige Rolle, die vor allem der römisch-katholischen Kirche zugehörig ist. Wer die atemberaubenden religiösen Feste und Traditionen der Toskana hautnah miterleben will, verbringt sein Osterwochenende am besten in dieser Gegend. Das italienische Osterfest hat viele gemeinsame christliche Bräuche wie das unsere, allerdings findet keine Ostereierjagt statt, und gegessen wird vorwiegend salzig – die sogenannte „Torta di Pasquetta“, ein Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat. Am Karfreitag kann man in vielen Orten beobachten, wie Prozessionen durch die Straßen ziehen.
Bei Florenz findet eine alljährliche und 5 Jahrhunderte alte Tradition statt: Die Darstellung der Christuspassion, ein Umzug an dem über 500 Menschen mit historischen Gewändern teilnehmen. In Chianti kann man einen sehr sonderbaren Osterbrauch beobachten: Eine weiße Taube aus Plastik wird auf einem Drahtseil, gespannt über den gesamten Platz vor der Kirche, mittels pyrotechnischem Antrieb quer einmal über den Platz und wieder zurück geschossen und mit lautem Beifall bejubelt.
Natürlich ist die Toskana nicht nur für ihr spektakuläres Osterfest bekannt, sondern vor allem auch für die zahlreichen Kirchen und Klöster. Die meisten Kirchen, welche Zeugen einer langen Geschichte darstellen, sind im romanischen bzw. gotischen Stil errichtet und sind jede Besichtigung wert. Auch die vielen Klöster sollte man sich bei einem Besuch in der Toskana nicht entgehen lassen. Zu den sehenswürdigsten zählen die Abtei Sant’Antimo, die im 8. Jahrhundert von Benediktinern gegründet wurde und in der Provinz Siena anzutreffen ist, und die Ruine des ehemaligen Klosters San Galgano, welches Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet wurde und zu den bedeutendsten gotischen Gebäuden zählt.