Weinanbau in der Toskana

Der toskanische Weinanbau hat eine lange Tradition, die bis 2000 v.Chr. zurückgeht und sich vor allem durch die Römer zu einer richtigen Kunst entwickelt hat. Es gibt wohl kein Gebiet in Italien, das so berühmt für den Weinanbau ist wie die Toskana, welche mit einer Anbaufläche von 63000 Hektar auch zu den größten Weinanbaugebieten gehört.

Zu dem berühmtesten Gebieten zählt mit Abstand das Chianti Classico, in dem nicht nur erstklassiger Wein – sowohl Rotwein als auch Weißwein, sondern auch Oliven, aus denen kostbares Öl gewonnen wird, angebaut werden. Italien gehört zu den Gebieten der Welt, welche die meisten, und auch vielfältigsten, Weine produziert. Die Vielfältigkeit hat vor allem mit den vielen unterschiedlichen Rebsorten und den verschiedenen Klimatischen Bedingungen Italiens zu tun.

Der berühmteste Wein der Toskana, der Chianti, wird aus der Sangiovese-Traube, der Hauptrebsorte Italiens, gewonnen, und auf Grund der unterschiedlichen Anbaugebieten, die überall in Italien verstreut sind, ergibt sich eine Vielzahl an Variationen des Chianti. Beinahe alle Chianti Erzeuger gehören dem „Consorzio Gallo Nero“ an, welcher sich leicht an dem „schwarzen Hahn“ erkennen lassen.

Der Weinanbau in der Toskana gehört zu den alltäglichen Dingen und stellt einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren dar. Vor allem in den letzten Jahrzehnten hat sich die Toskana bemüht, immer neue Weine zu kreieren, wie die Prestigeweine Sassicaia und Solaia, um nur einige zu nennen. Zusammen mit Frankreich teilt sich Italien den 1. Platz in der Weinproduktion.

Im Bereich Export gilt Italien sogar als Nummer 1: Im Jahr 1980 beliefen sich die Weinexporte auf 70.000.000 Hektoliter.